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Die Mehrwertsteuersenkung soll Konsument*innen entlasten. Für kleine Lebensmittelgeschäfte bedeutet ihre Umsetzung jedoch erheblichen zusätzlichen Aufwand – verbunden mit offenen Fragen und fehlender Rechtssicherheit. Andrea Kastinger, Geschäftsführerin des BioBauernladens Kremstal in Kirchdorf und Mitglied des Vorstands im Forum Biofachhandel, schildert die Situation in einem offenen Brief an Josef Schellhorn, Markus Marterbauer und Christian Stocker.

Welche der rund 5.000 Artikel im BioBauernladen Kremstal künftig mit 4,9 Prozent Mehrwertsteuer zu führen sind, ist für Andrea Kastinger und ihr Team auch wenige Tage vor der Umstellung noch nicht eindeutig geklärt. Laufend treffen neue Listen von Bäckereien, Gemüselieferant*innen und Großhändlern ein. Gleichzeitig müssen Warenwirtschaft, Preiskalkulationen und Preisschilder angepasst werden.

Was auf politischer Ebene als Entlastung gedacht ist, bringt für kleine Geschäfte einen erheblichen zusätzlichen Aufwand mit sich. Anders als große Handelsunternehmen verfügen sie weder über eigene Fachabteilungen noch über elektronische Preisschilder. Die Verantwortung für die korrekte steuerliche Zuordnung bleibt dennoch bei den Betrieben.

Andrea Kastinger, Geschäftsführerin des BioBauernladens Kremstal in Kirchdorf an der Krems und Mitglied des Vorstands im Forum Biofachhandel, hat die praktischen Folgen in einem offenen Brief an Josef Schellhorn, Markus Marterbauer und Christian Stocker geschildert.

Dabei spricht sie auch eine Sorge aus, die im Austausch mit weiteren Mitgliedsbetrieben deutlich wird: Zusätzliche Bürokratie und fehlende Rechtssicherheit treffen gerade jene kleinen Geschäfte, die für persönliche Beratung, regionale Vielfalt und lebendige Ortszentren stehen.

Den offenen Brief von Andrea Kastinger hier vollständig lesen.